Für Straßen- und Grünflächenämter, Bezirke, Kommunen
Die heißen Tage in der Stadt werden mehr. Bäume sind das Einzige, was eine Straße an so einem Tag spürbar kühlt. Sie filtern die Luft, halten Regen zurück, blühen und zeigen den Wechsel der Jahreszeiten. Und sie fehlen. Berlin fällt im Schnitt 6.000 Straßenbäume im Jahr und pflanzt 2.500 nach. Tausende Stubben stehen jahrelang leer.
Drei Dinge, die der Dauerwald gelernt hat
- Der Standort entscheidet, nicht der Katalog. Im Dauerwald setzt sich durch, was mit Boden, Wasser und Licht zurechtkommt. In der Stadt heißt das: Wir schauen, welche Bäume hier seit Jahrzehnten ohne Probleme stehen. Welche sich von selbst aussäen. Welche mit Salz, Hitze, hartem Boden und Hundeurin zurechtkommen. Die bekommen den Vorzug, nicht die, die gerade in Mode sind.
- Klein pflanzen, tief wurzeln lassen. Ein junger Baum, der von Anfang an in die Tiefe wurzelt, findet im trockenen Sommer Wasser, an das ein versetzter Hochstamm nicht herankommt. Nach fünf Jahren hat er den Hochstamm oft eingeholt.
- Beobachten und nachsteuern. Niemand pflanzt einmal und vergisst es dann. Jemand sieht jedes Jahr hin, lernt aus dem, was gut wächst, und gibt dem mehr Raum. Genau das ist das Protokoll, das wir für jeden Standort führen.
Der erste Schritt: die leeren Stubbenstandorte
Die Nachpflanzung nach Standard kostet tausende Euro je Baum: Stubben fräsen, Grube baggern, Hochstamm setzen, Tankwagen. Deshalb bleiben die Stubben stehen. Wir setzen den jungen Baum direkt neben den Stubben. Ein schmales, tiefes Loch, darin ein Pflanzmodul, das die Wurzeln nach unten führt. Ein flacher Trichter leitet den Regen der Baumscheibe hinein. Kein Bagger, keine Sperrung, Arbeit nur auf dem Gehweg.
Unsere Garantie
Nach fünf Jahren steht ein Baum. Angewachsen, vital, mit Leittrieb. Steht er nicht, pflegen wir ohne Berechnung weiter, bis er steht, und ersetzen ihn, wenn er ausfällt. Auch nach Vandalismus. Fünf Jahre lang gießen, schneiden und protokollieren wir. Sie bekommen je Standort ein Foto-Protokoll mit Kataster-ID und einen Bericht im Jahr.
Was das möglich macht
Ein Standort kostet weniger als die Hälfte einer herkömmlichen Baumschulpflanzung mit Pflege. Das heißt: Mit demselben Budget stehen in fünf Jahren mehr als doppelt so viele Straßenbäume, gewachsen am Ort, mit Wurzeln, die der Standort geformt hat und nicht die Baumschule.
Raum für Versuche
Die Methode ist klein und günstig. Deshalb kann man damit ausprobieren, was mit einem Hochstamm zu teuer wäre: Arten, die es in der Baumschule nicht als Hochstamm gibt. Baumhasel, Zelkove, Silberlinde, Resista-Ulme. Wir machen der Natur an jedem Standort ein Angebot und sehen, was sie annimmt. Was sich bewährt, bekommt den nächsten Straßenzug.
Wo wir stehen
Der erste Standort ist gebaut und wird fünf Jahre dokumentiert. Für die Saison bis Ende März planen wir ein Team und 40 Standorte. Die Methode wird als Versuch geführt.
Nächster Schritt
Schicken Sie uns die Liste der Stubbenstandorte eines Straßenzugs. Wir begehen sie gemeinsam, eine Stunde. Innerhalb einer Woche haben Sie ein Angebot als Direktauftrag.
christoph@diversitree.earth · Telefon: folgt